Präventionsangebote

Schutz vor sexualisierter Gewalt

Präventionsangebote für z.B.: Fachkräfte, Lehrkräfte, Schüler*innen, Studierende, Mütter und Väter, Bezugspersonen, Ehrenamtliche, Interessierte

Gerne entwickeln wir für Sie auch ein maßgeschneidertes Angebot. Wir freuen uns über Ihr Interesse. Sprechen Sie uns gerne an.

Mögliche Themen:

Sexualisierte Gewalt an Mädchen und Jungen - was tun?!

Information über Schädigungsdynamik, Täterstrategien und Folgen für Betroffene, Handlungssicherheit bei Vermutungen und Kindes- und Jugendwohlgefährdung

Zielgruppe: Fachkräfte, Lehrkräfte, Interessierte

Hilfe bei Trauma und Flucht

Im Umgang mit traumatisierten geflüchteten Menschen treten häufig Verunsicherungen und Gefühle der Hilflosigkeit und Ohnmacht bei den Unterstützenden auf.
Gutes Rüstzeug zur Bewältigung ist daher für alle – Betroffene wie Helfende – wichtig.
In dem Workshop werden Fragen aus der Psychotraumatologie beantwortet
wie z.B.:
• Was ist ein Trauma?
• Was passiert in den Menschen, die traumatische Erfahrungen machen?
• Welche Folgen kann eine Traumatisierung für die Betroffenen haben?
• Was kann ich als Helfende tun?
• Wie schütze ich mich vor Mitgefühlserschöpfung?
Mithilfe von anschaulichen Materialien werden praktische Strategien zur Stabilisierung nach traumatischen Erfahrungen vorgestellt und ihre Übertragbarkeit auf verschiedene Lebensfelder von Betroffenen gezogen.
Ehrenamtliche, die geflüchtete Menschen begleiten, erfahren so konkrete Handlungsmöglichkeiten, was sie zur alltäglichen Stabilisierung nach Traumata beitragen können und wie sie sich selbst vor Mitgefühlserschöpfung schützen können.
Zielgruppe: Fachkräfte, Lehrkräfte, Ehrenamtliche

Ich packe meinen Traum (a) - Koffer...

Wildwasser Oldenburg als Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt hat zur Umsetzung traumaspezifischer Hilfen einen eigenen Traum(a)-Koffer entwickelt.
In der Arbeit mit traumatisierten Menschen zeigt sich immer wieder, dass Reflektieren und Besprechen allein nicht langfristig hilfreich sind. Vielmehr sind Betroffene und auch ihre professionellen Bezugspersonen dankbar für konkrete, direkt umsetzbare Handlungsstrategien zur Stabilisierung. Der Traum(a)-Koffer enthält verschiedene Materialien, die als sogenannte „Stabis“ zur Stabilisierung im Alltag verwendet werden können – wie z.B. Leuchtsterne gegen nächtliche Ängste, Stopp-Zeichen für eine deutliche Abgrenzung, Lebenskärtchen mit ermutigenden Botschaften, Kraftlöwen zur Selbstwertstärkung und eine „Wenn-dann-Liste“ für das Hilfeholen in Notsituationen.
Ergänzt werden die Materialien, die Wildwasser regelmäßig in den Beratungen mit Mädchen und Frauen erfolgreich einsetzt, durch eine Materialliste zum Thema Trauma und Stabilisierung.
Der Traum(a)-Koffer kann im Einzelsetting und in Gruppen für Beratungen in verschiedenen pädagogischen und psychosozialen Bereichen wie z.B. Jugendhilfe, Schule und Ehrenamt eingesetzt werden. Auf Wunsch stellt eine Beraterin von Wildwasser den Traum(a)-Koffer und seine Einsatzmöglichkeiten sowie den psychotraumatologischen Hintergrund im Rahmen von Fortbildungen vor. So können Einrichtungen und auch einzelne Betroffene ihren eigenen Traum(a)-Koffer packen und all das mitnehmen auf ihrer Reise der heilsamen Stabilisierung, was zu ihnen individuell passt.
Zielgruppe: Fachkräfte
Der Traum(a)-Koffer kann bei Wildwasser bestellt werden.

WenDo- Selbstbehauptungskurse für Mädchen

Was ist WenDo?
Wendo ist feministisches Konzept zu Selbstbehauptung und Selbstverteidigung, welches seine Anfänge in der zweiten Frauenbewegung nahm, und seitdem stetig weiterentwickelt
wurde.
Wendo ist kein Kampfsport und inklusiv, somit immer auch für Frauen und Mädchen mit Behinderungen geeignet.Mädchen und Frauen erlernen Strategien zur Selbstbehauptung und Selbststärkung.
In Wendo Kursen geht es um das frühzeitige Erkennen und
Beenden von Gewaltdynamiken, sowie dem Erkennen von eigener Hemmung, Angst,Passivität und Aggression.
Wendo wird ausschließlich von Frauen angeleitet und trainiert – für Frauen und Mädchen.
Wendo setzt bei den Stärken und Fähigkeiten der Mädchen und Frauen an und unterstützt sie bei dem Finden und Entwickeln individueller Handlungsstrategien und Lösungsmöglichkeiten.
In einem Wendo Kurs können Mädchen lernen:
- Situationen realistisch einzuschätzen
- eigene Grenzen zu kennen, zu achten und zu verteidigen
- sich selber ernst und wichtig zu nehmen
- selbstbestimmt zu handeln
- eigene Kraft und Lautstärke zu entdecken und einzusetzen
- Hilfsangebote kennenlernen, Hilfe einfordern und Hilfe wahrzunehmen
Angewandt werden folgende Methoden:
Übungen zu Atmung und Stimme, Schulung
der Wahrnehmung, Beobachtung und Training der Körpersprache, Trainieren von Blickkontakt und sicherem Auftreten, Rollenspiele zum entwickeln von alternativen Handlungsstrategien,
Übungen zum erlernen und durchsetzen von Grenzen
Zielgruppe: Mädchen

Luisa ist hier!

Mit diesem Angebot soll Mädchen und Frauen geholfen werden, aus unangenehmen Situationen und Belästigungen in Kneipen, Bars und Clubs herauszukommen. Mit der Frage „Ist Luisa hier?“ können Frauen in Bars und Clubs, die an der Kampagne teilnehmen, sich diskret an das von uns geschulte Personal wenden, um darauf aufmerksam zu machen, dass sie sich in Not befinden und Hilfe benötigen. Mehr Sicherheit für die Gäste – das ist das Ziel! Somit bewirkt die Kampagne auch Vorteile für die Gastronomie, nämlich ein klares Signal zu senden für Sicherheit und Schutz für Frauen und Mädchen.
Bisher konnten wir 3 Kooperationspartner*innen gewinnen:
Den Polyester Klub, die umBAubar und das Cubes.

Hintergrundinformationen zu der Kampagne finden Sie unter www.luisa-ist-hier.de

"Du Opfer"

- Was tun bei Cybermobbing und sexualisierter Gewalt im Internet?
Die Nutzung des Internets ist mittlerweile für alle Kinder und Jugendlichen selbstverständlich. Zum Ende der Grundschulzeit sind heute fast alle Kinder online und knapp drei Viertel besitzen bereits ein eigenes Smartphone. Kinder und Jugendliche lernen ganz selbstverständlich, elektronische Medien zu bedienen und zu nutzen. Viele Eltern haben Mühe, ihren Kindern dabei noch zu folgen. Die rasante mediale Veränderung stellt eine neue Herausforderung dar, auch für die Medienerziehung an Schulen und an den Jugendmedienschutz. Der Vortrag wird über spezielle Gefahren wie Cybermobbing, Cybergrooming und Sexting aufklären und geeignete Hilfsmöglichkeiten für Betroffene und deren Bezugspersonen aufzeigen.

Zielgruppe: Erwachsene, Lehrkräfte, Fachkräfte, Eltern, Interessierte